< Südwest-Mitglieder für langjähriges Engagement geehrt
03.09.2015, 09:54 — Kategorie: Verein, Fußball, Spielberichte, Volleyball, Judo, Basketball, Leichtathletik, Kindersport, Gymnastik, Gesundheit

Kevin McKenna beim Schusstraining besiegt

Und andere Überraschungen bei „Tschüss Asche“


Rund 2.000 Gäste, darunter bekannte Gesichter aus der Kölner Sportszene, kamen am Samstagnachmittag bei bestem Wetter auf die Südwest-Sportanlage. Sie erlebten ein buntes Bühnenprogramm, lustige Wettbewerbe, bemerkenswert gute Live-Musik, originelle Sportvorführungen und Spiele für alle Altersstufen. Mit der Veranstaltung, der auch viele Ehemalige des Vereins gefolgt waren, starteten die Südwest-Fußballer ihre Spendenaktion „Tschüss Asche“, über die das von Spielern und Trainern ersehnte Kunstrasenprojekt nun finanziert werden soll.

Es muss nach 22 Uhr gewesen sein: Nikolai Wirsing singt zur Akustikgitarre das eingängige „Daydream“. Neben ihm die präsente Selina von Wrochem mit Violine. Knapp 150 Zuschauer stehen vor der beleuchteten kleinen Bühne zwischen Stehtischen und Pavillons. Nur wenige von ihnen dürften erwartet haben, dass die Schülerband „i-Moll“ am Ende des dichten Tagesprogramms mit ihren teils gerockten, teils gerapten Liedern vom Jungsein eine Stimmung zwischen Glück, Begeisterung und Gänsehaut erzeugen kann. So etwas hat der alte Aschenplatz, der um diese Zeit längst im Dunkeln liegt, in seiner beinharten Fußballgeschichte noch nicht erlebt.

Fast 2.000 Gäste kommen am Nachmittag zum großen Sommerfest von DJK Südwest Köln auf die Sportanlage im Äußeren Grüngürtel. Fritz Buchholz beginnt mit einer Vorführung der Judo-Gruppe. Dann der erste Höhepunkt: Steffen Simon, Sportchef vom WDR, holt fünf Nachwuchsreporter auf die Bühne, die mit viel Kreativität das schon legendäre Götze-Tor der WM 2014 kommentieren. Als besonders talentiert erweist sich der zwölfjährige Lukas Müller, Torwart der D3-Junioren. Er holt sich vom Profi-Kommentator den Karrieretipp ab, schon als Schüler journalistisch tätig zu werden. Wenig später versammeln sich rund 500 Südwest-Fußballer und Fußballerinnen mit ihrem neuen Einheitstrikot zum gemeinsamen Shooting. Profifotograf Markus Müller Saran dirigiert die rote Menge vom Dach des Sportheims aus und macht spektakuläre Bilder. Werbepartner „Phantasialand“ hat nicht nur alle 35 Südwest-Teams ausgestattet, sondern auch den Drachen „Phenie“ als Spaßbotschafter nach Köln-Klettenberg geschickt.

De Familich um den Liedermacher Wolfgang Anton eröffnen das Musikprogramm und lassen sich vom allgemeinen Gewusel auf dem Festplatz nicht stören. Der Kölsch-Folk der sympathischen vier Musiker kommt nicht nur bei den vielen „Ehemaligen“ gut an. Benno Eicker, der in seiner Leichtathletikgruppe vor Jahren einen deutschen Sprintmeister herausbrachte, ist mit anderen früheren Südwestlern der Einladung des langjährigen Vereinsvorsitzenden Karl Heinz Paulus gefolgt. Beim Blick in das Publikum freuen sich derweil die Südwest-Vorstände Reiner Thur und Michael Kosche über das Kommen von Werner Jung-Stadié, Vorsitzender Fußballkreis Köln, Klaus Hoffmann, Vorsitzender Stadtsportbund Köln, Horst Nettesheim, CDU-Fraktionsvorsitzender Bezirksvertretung Lindenthal, Ursula Großmann, Kreisvorsitzende Basketball und Regina Schier, Schatzmeisterin DJK-Verband.

Als Vertreter des großen Nachbarn erscheint nun Kevin McKenna. Der FC-Star erklärt den Nachwuchskickern, wie man den Ball mit Gefühl auf genau 50 Stundenkilometer beschleunigt. Doch auch im dritten Versuch - gemessen werden 56 km/h - kommt der sympathische Kanadier, der heute die U19-Junioren des 1. FC Köln trainiert, dieser Vorgabe nicht wirklich näher. Es siegen schließlich die C-Junioren Jonas Wettengl und Jakob - mit exakt 50 km/h. Kevin McKenna nutzt die Gelegenheit, um den beiden kleine Tipps zu geben. „Viele können sich nicht vorstellen, dass ich in der Jugend ein richtiger 10er war“, erzählte er lachend. Je höherklassig er spielte, desto defensiver sei seine Position geworden. Das war auch neu für Daniel („Dän“) Dickopf von den Wise Guys, der mit dem FC-Star kurz über Kanada plauderte und dann die Hauptpreise der Tombola - darunter ein Mountainbike von Muskelkatersport - verloste.

Es ist gute Südwest-Tradition, dass die Eltern die Vereinsveranstaltungen mit selbstgemachten Salaten und Kuchen unterstützen. Welche Potentiale in der riesigen Südwest-Elternschaft sonst noch liegen, zeigen auf der Bühne "Matt Robb & The Singing Bones". Die sechsköpfige Band um die Eltern eines C-Jugendspielers liefert eine knappe Stunde erstklassigen Folk, Country und Blues. „Bob Dylan hätte hier seine Freude gehabt“, meint Basketball-Chefcoach Daniel Henle, der interessierten Jungs und Mädels gerade vormacht, wie der Korbleger funktioniert. Die Veranstalter freuen sich unterdessen über die allgemeine Spendenfreude. Für den guten Zweck werden Säckchen mit Original Südwest-Asche verkauft und Sammelbüchsen herumgereicht. Großspenden kommen von der Sparkasse KölnBonn und den „Rheinwächtern“, einer Gruppierung um das Ehrenmitglied Hermann Heller, die die Tradition des Vorläufervereins DJK Rheinwacht pflegt. Und vor den aufgehängten großen Bauplänen wird mit den Vorstandsmitgliedern Christian Müller und Rainer Niedworok lebhaft über das Kunstrasenprojekt diskutiert.

„Diese Veranstaltung ist ein großer Schritt für unseren Verein“, meint Andreas Lang, der das Fest gemeinsam mit Ute Graf und Claudia Münch vorbereitet hat, zufrieden. Mit der „Tschüss Asche“-Aktion mache die Fußballabteilung allen Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung deutlich, wie dringend die neue Sportanlage gebraucht werde.

Auch der Fußballkreis Köln berichtet über unsere Veranstaltung, ebenso wie die <media 3656>Kölnische Rundschau</media>.

Einige visuelle Eindrücke findet ihr in der Bildergalerie. Wir freuen uns über weitere Fotos, die ihr vielleicht an diesem Tag gemacht habt. Sendet uns diese bitte an geschaeftsstelle@djk-suedwest.de.


0