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08.09.2016, 17:55 — Kategorie: Verein, Volleyball, Judo, Basketball, Leichtathletik, Kindersport, Gymnastik, Gesundheit

VSDS: Volleyballer suchen die Superhelden


Zur Abteilungsversammlung am 30. August 2016 kamen mehr als 60 Volleyballerinnen und Volleyballer in die Turnhalle der Lindenthaler Liebfrauen-Schule. Zwei Stunden lang wurde ebenso lebhaft wie lösungsorientiert diskutiert. Doch in der wichtigsten Frage des Abends mussten sich die Anwesenden vertagen.

Es war kurz vor der Sommerpause gewesen, als Sven Hradek überraschend die Abteilungsleitung niederlegte. Fast fünf Jahre lang hatte Sven mit Unterstützung von Wolfgang Wybrands, Pete Bajdak und Sven Fenn den Südwest-Volleyball geführt und auf rund 250 Aktive ausgebaut. Vor allem der Jugendbereich war stark gewachsen. Eine Management-Aufgabe mit großem Gestaltungspotential, die die Verantwortlichen dafür aber auch ständig beschäftigt hält. Denn seit einem Jahr sind die zur Verfügung stehenden Hallenzeiten wegen städtischer Sperren (marode Decken, Flüchtlingsunterbringung) erheblich eingeschränkt. Gleichzeitig wird die Trainersuche immer schwieriger. Und als besonders arbeitsintensiv gilt bei den Verantwortlichen die Volleyballjugend: Zwar wurde mit den Westdeutschen Meisterschaften der U18-Mädchen mit zahlreichen Helfern eine herausragende Veranstaltung organisiert, doch im Normalbetrieb sei von Elternunterstützung wenig zu spüren.

Diskutiert wurde daher, welche Aufgaben in der Zukunft anders verteilt werden könnten, wie der Jugendbereich aufgestellt sein sollte und ob eine rein ehrenamtlich tätige Abteilungsleitung noch in die Zeit passe. Den Supermann werde man auf die Schnelle kaum nicht finden, aber vielleicht ein Team von Superhelden … - Einig war man sich, dass zukünftig alle Teams Verantwortung übernehmen müssen, damit das Volleyball-Angebot in der bisherigen Breite aufrechterhalten werden kann. Verabredet wurde ein zweites Treffen am 19. September 2016, dann soll eine neue Abteilungsleitung gefunden werden.

Außerdem stellten die Vorstandsmitglieder Klaus Meinel und Reiner Thur das neue System der Trainervergütung vor, das gemeinsam mit der Abteilungsleitung entwickelt worden ist. Transparenter und fairer soll es ab der neuen Saison zugehen. Jedes Einzelhonorar soll sich über ein Punktesystem aus den Kriterien „Mannschaftsprofil“, „Trainerlizenz“ und „Traineraufwand“ ableiten. Dass es dem Verein nicht um Einsparungen geht, erkenne man daran, dass die Summe aller Vergütungen nach der Umstellung sogar höher liegen werde. Letzter Punkt war der Belegungsplan der Sporthallen: Unverändert sind die Südwest-Volleyballer von Sperrungen betroffen. Nach Angaben der Stadt sollen bis Jahresende weitere Hallen zur Nutzung freigegeben werden. Für betroffene Gruppen ein gute Perspektive …


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