02.10.2018, 09:21 — Kategorie: Verein, Fußball, Spielberichte, Volleyball, Judo, Basketball, Leichtathletik, Kindersport, Gymnastik, Gesundheit

Südwest will Lücke schließen

Viel Sport für die Jugend und die Generation „60+“ - wenig für die mittlere Altersgruppe


Haben 40-jährige keine Zeit für Sport? Kann unser Verein einfach nur Kinder- und Herzsport? - Ein klares „Nein“ kam von Oliver Nitschke in der Generalversammlung am vergangenen Freitagabend. Das fehlende Interesse der mittleren Altersgruppe an den Südwest-Angeboten sei nachvollziehbar. „Wer sich heute bei uns umschaut, kann nicht erkennen, in welcher Gymnastikgruppe er am besten aufgehoben wäre. Das wollen wir ändern und so auch diejenigen Erwachsenen ansprechen, die sich etwas mehr fordern wollen.“, erklärte der neue Sportmanager. Man werde Kurse und Gruppen daher konsequent nach Belastungsstufen gliedern und … benötige dafür natürlich weitere Hallenzeiten. Diese wünschte sich auch Judo-Kollege Sascha Schell. „Wollen wir in den Wettkampfsport hineinwachsen, müssen wir in der Jugend mit kleineren Gruppen arbeiten.“, meinte der Chef von über 60 Judoka.

Doch bei den Tätigkeitsberichten für interessierte Vereinsmitglieder ging es nicht nur um Sportliches. Co-Vorsitzender Klaus Meinel verkündete mit aktuell 1.890 Mitgliedern eine neue Bestmarke. Das 4%-Plus gegenüber dem Vorjahr komme vor allem aus Kindersport und Basketball. Auch organisatorisch müsse man mit dem Wachstum Schritt halten. Meinel erläuterte die Pläne zur Verbesserung der Mitgliederfrequenz auf Website und in Sozialen Medien. Mit dem Online-Mitgliedsantrag wolle man die Geschäftsstelle bei jährlich 350 An- und Abmeldungen deutlich entlasten. Und Kommunikation solle auf denjenigen Kanälen ablaufen, wo die Mitgliederschaft sie auch wirklich erwarte. Das wünschte sich auch Caroline Vossaert. Die neue Vertrauensperson zum Umgang mit „Sexualisierte Gewalt im Sport“ empfahl eine transparentere Darstellung der Ziele und Maßnahmen rund um das Präventionskonzept des Vereins. Kinder, Übungsleiter und Eltern müssten inhaltlich mitgenommen werden, um größtmögliche Akzeptanz zu schaffen.

Dass es gut um die Vereinsfinanzen steht, machten anschließend die Schatzmeister Reiner Thur und Heiko Borgmann deutlich. Trotz der hohen Investitionen der letzten Jahren habe der Vorstand seinen Blick für das Machbare beibehalten. Der Jahresüberschuss 2017 von rund 43.000 € sei „normal“, da weder besondere Einnahmen noch Ausgaben zu verzeichnen waren. An hohe kalkulatorische Abschreibungen (sog. AfA) wegen der neu errichteten Sportanlage müsse man sich gewöhnen. Dennoch sei 2018 und 2019 ebenfalls mit Gewinnen zu rechnen. Auch wenn deren Höhe einigen Anwesenden etwas zu vorsichtig geschätzt schien, wurde der Vereinsvorstand für seine Tätigkeiten im vergangenen Jahr von den anwesenden Mitgliedern mit großer Mehrheit entlastet.


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